Probation works: Schritt für Schritt Richtung Wiedereingliederung

Einleitung

Manche Forschungsgebiete, Politikbereiche und Praktiken sind von Natur aus grundsätzlich kontrovers und umstritten. Aber unabhängig von der Tatsache, dass sich unser Wissen ständig weiterentwickelt und immer noch vertieft werden kann, gibt es sogar in diesen Bereichen Fragestellungen, bei denen unter Wissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern und Praktikern breite Übereinstimmung herrscht.

Dies ist der Öffentlichkeit oftmals nicht bekannt. Im Gegenteil: Aufmerksamkeit erhalten nur aussergewöhnliche neue Ergebnisse. Besonders in den Bereichen der Resozialisierung, Wiedereingliederung und Bewährungshilfe ist es jedoch wichtig, das vorhandene Wissen der Öffentlichkeit, den politischen Entscheidungsträgern und vor allem den Menschen zugänglich zu machen, die sich tagtäglich vor Ort mit diesen Problemstellungen auseinandersetzen, denn gerade sie kennen ja die angewendeten Methoden sehr gut, haben aber möglicherweise nicht immer Zugang zu Informationen und weiterführenden Forschungsergebnissen. Die Erkenntnisse aus Lehre und Praxis sollten in der öffentlichen Debatte, bei der politischen Entscheidungsfindung, in der beruflichen Weiterentwicklung und im Rahmen der Innovation berücksichtigt werden.

Die Europäische Organisation für Bewährungshilfe (CEP) ist der Auffassung, dass die Verbreitung des Wissens in diesem Bereich besonders wichtig ist, weil die öffentliche Debatte hochemotional geführt wird und von Intuition sowie dem sogenannten gesunden Menschenverstand geleitet ist. Aus diesem Grund hat die CEP die Initiative ergriffen und die Forschungsgruppe «Research Group Working with Mandated Clients» der Fachhochschule (Hogeschool) Utrecht beauftragt, neuste wissenschaftliche Daten zur Resozialisierung von Straftätern zu erheben und aufzubereiten, welche für die Öffentlichkeit, die Politik, politische Entscheidungsträger und Fachpersonen der Bewährungshilfe von Bedeutung sind.

Die so gewonnenen Erkenntnisse werden untenstehend in Form eines Fragenkatalogs dargestellt: Hier werden Erkenntnisse aus Forschung und Lehre sowie angewandtes praktisches Wissen aus dem Straf- und Massnahmenvollzug miteinander verknüpft. Führende Experten aus den jeweiligen Bereichen haben hierzu ihren Beitrag geleistet.

Fragen

  1. Warum werden Menschen straffällig?
  2. Wie und aus welchen Gründen finden Menschen den Weg aus der Straffälligkeit?
  3. Welche Rolle spielt das Bewährungshilfe-Personal im Rahmen der richterlichen Beratung bei der Festlegung des Strafmasses und der Unterstützung des Massnahmenvollzugs?
  4. Welchen Einfluss hat die Bewährungshilfe auf die Reduzierung der Rückfallquote und die Unterstützung des Desistance-Prozesses?
  5. Wie beeinflusst die Bewährungshilfe den Wunsch der Gesellschaft nach Gerechtigkeit oder Bestrafung?
  6. Welchen Einfluss hat die Bewährungshilfe auf die soziale Reintegration von Straftätern (Wiedereingliederung)?
  7. Inwiefern beeinflusst die Bewährungshilfe die Wiedergutmachung des bei den Opfern und in der Gesellschaft verursachten Schadens?
  8. Wie erleben Straftäter die Überwachung?
  9. Welche Auswirkungen hat gemeinnützige Arbeit?
  10. Welches Kosten-Nutzen-Verhältnis erzielt die Bewährungshilfe?
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