Wofür Die CEP Eintritt
Weniger Straftaten durch soziale IntegrationDie CEP ist der Überzeugung, daß eine Gesellschaft, die auf die Prinzipien sozia-ler Integration setzt, den besten Schutz vor Schäden und Leid bietet, die aus Straftaten erwachsen. Alle europäischen Staaten sehen sich vor die Herausforderung gestellt, diesen Schutz in einer Zeit sozialen und kulturellen Wandels zu erlangen.
Die CEP ist eine Organisation, die ein einmaliges europaweites Netz von Experten aufbietet, die über praktische Erfahrungen darin verfügen, inwiefern mit der gesellschaftlichen Einbeziehung von Straftätern tatsächlich dauerhaft der Schutz und die Sicherheit von Gemeinschaften erreicht wird.
Die Ergebnisse empirischer Forschung belegen, daß Programme mit Straftätern, die gesellschaftsbezogen in Freiheit durch-geführt werden, von größerer Wirksamkeit bei der Verbrechensverhütung sind als solche, die in geschlossenen Einrichtungen angeboten werden. Der soziale Ausschluß von Straftätern durch Inhaftierung mindert ihre Chancen auf ihre tatsächliche (Wieder-) Eingliederung und erhöht zugleich die Rückfallgefahr.
Die gesellschaftliche Einbeziehung von Straftätern erfordert, daß sie die persön-liche Verpflichtung eingehen, etwas dafür zu tun, nicht mehr straffällig zu werden, und Wiedergutmachung zu leisten. Sie erfordert aber auch ein Entgegenkommen der Gesellschaft. Beide Seiten tragen Verantwortung.
Sanktionen und Maßnahmen, die nicht in einer geschlossenen Einrichtung, sondern mitten in der Gesellschaft vollzogen wer-den, bieten ernst zu nehmende und konstruktive Alternativen zum Freiheitsentzug.
Aus Sicht der CEP sind für die gesellschaftliche Integration von Straftätern folgende Punkte von entscheidender Bedeutung :
- Sorgfältige Einschätzung des Rückfallsrisikos und der Maßnahmen, die dieses Risiko verringern können
- Bei der Arbeit mit dem Straftäter darauf abheben, welche Umstände zur Straffälligkeit geführt haben, und darauf hinwirken, daß der Straftäter Verantwortung für eine Veränderung seines Verhaltens entwickelt
- Bekräftigung der Werte gegenseitiger Verantwortlichkeit und Achtung
- Eingehen auf die Lebensumstände unterschiedlicher Täter, besonders von Minderheiten
- Programme, die die Reduzierung der schädlichen Folgen von Akohol- und Drogenmißbrauch zum Ziel haben
- Bereitstellung sozialer Unterstützung im Bereich Wohnen, Ausbildung und Freizeitgestaltung
- Hilfe bei der Suche und der Erhaltung eines Arbeitsplatzes
- Gelegenheit zur Schadenswiedergut-machung, entweder unmittelbar gegenüber dem Geschädigten oder allgemein durch gemeinnützige Arbeit
- Stetige Erfüllung der Pflichten, die die Straftäter eingegangen sind.
19. Februar 1999


